Schlagwort-Archiv: Freilassen

Wo gibt es diese Tüten um Bücher beim Freilassen zu schützen?


Aktualisierter Beitrag zur früheren FAQ Eintrag: Wir haben hier oft schlechtes Wetter. Was kann ich dagegen tun?

Irgendwann im Laufe der Zeit fing BookCrossing.com an Plastiktüten zu verkaufen, womit Bücher geschützt freigelassen werden konnten. Doch diese Tüten hatten nur Hinweise auf Englisch, was in unsere Region schon mal für Probleme sorgt (im Sinne, dass die Finder nur Bahnhof verstehen).

Somit war lange Zeit die einzige vernünftige Lösung, dass Buch mit einem großen, auffälligen Zettel, auf den Du deutlich “Freies Buch” geschrieben hast, in einen durchsichtigen Gefrierbeutel zu stecken.

Weiterlesen

Muss ich das Buch gelesen haben, bevor ich es registriere oder freilasse?


Nein, musst Du nicht.

Am Anfang wirst Du sicherlich einige Bücher haben, die Du bereits gelesen hast, und gerne freilassen möchtest, damit Du für neue Bücher wieder Platz im Regal hast.

Doch je länger Du bei BookCrossing mitmachen wirst, um so mehr Bücher werden sich letztendlich bei dir ansammeln. Freunde und Bekannte werden davon Wind bekommen und dir Bücher zustecken, damit Du diese Freilassen kannst. Oder auf dem Flohmarkt ergatterst Du eine ganze Kiste mit Bücher, wovon einige Dich persönlich interessieren, andere aber nicht.

Somit wirst Du früh oder später dazu kommen, auch Bücher zu registrieren, die Du nicht gelesen hast. Da Du dann keine eigenen Informationen zum Buch geben kannst, kannst Du immer noch den Klappentext abtippen°, damit diejenigen, die auf deinem Bücherregal schauen, wissen um was es bei dem Buch geht.

Und somit wirst Du dann auch Bücher freilassen, die Du nicht gelesen hast. Aus welchen Grund auch immer.

° Oder Du kopierst den Klappentext von eine der Amazon Websites. Allerdings solltest Du dabei darauf achten, NUR den Klappentext zu kopieren und keine der redaktionellen Beiträge von Amazon oder irgendwelche Leser/Kunden. Denn diese sind Urheberrechtlich geschützt. (Das ist der Klappentext zwar auch, aber da dies in Zusammenhand mit dem entsprechenden Buch genutzt wird, vermutlich(!) kein Aufhänger zwecks Urheberrecht)

Wieso gibt es keine direkte Journal-Einträge über die Supportseite?


Bevor die große Umstellung in Juni 2010 war, konnte ein Finder eines Buches über die Supportseite sofort einen 100% anonymen Journal-Eintrag machen. Doch nach der Umstellung sind verschiedene Änderungen im System gemacht worden, womit das leider nicht mehr so möglich war. Im wesentlichen liegt es darin, dass die Prozedur, um einen anonymen Journal-Eintrag auf BookCrossing.com zu machen, einfach zu kompliziert gestaltet ist – ins besondere wegen den Pflichtfeldern zu Land/Region und Stadt. Eine entsprechende API wurde (mir) leider bis heute auch nicht zur Verfügung gestellt.

Nachdem nach gut einem Jahr nichts in dieser Richtung passierte und wir feststellen mussten, dass die Quote der anonymen Journal-Einträge rapide zurück gingen, habe ich (= Wyando) ein neues System auf der Supportseite eingerichtet, wo diese Bücher einfach anonym gemeldet werden konnte… und ich per Hand diese bei BookCrossing.com nachgetragen habe.

Dieses Spielchen habe ich dann gut 14 Monate mitgespielt (und dabei ca. 2376 Journal anonym per Hand eingetragen habe), bevor ich das System nochmals angepasst habe, da ich keine Lust mehr hatte, diese Arbeit auf mich zu nehmen. Inzwischen ist es so, dass der Finder darauf hingewiesen wird und ggf. sich eine kleine Hilfestellung anschauen kann, um danach selbst einen, nach Wunsch anonym, Journal-Eintrag auf BookCrossing.com zu machen.

Das ganze funktioniert erstaunlich gut. (War es also doch nur “faulheit”?). Gleichzeitig kann ich jetzt aber auch feststellen, wenn eine BCID über die Supportseite eingegeben wurde, ob dazu auch einen Journal-Eintrag geschrieben wurde. Falls nicht, mach ich für diese Bücher einen kleinen Hinweis, dass das Buch trotzdem gefunden wurde. Vom Aufwand her ist das ganze wesentlich entspannter als die Zeit, wo ich jeden einzelnen Eintrag nachgetragen habe, weil es hierbei nur um ca. 30% der eingegebenen BCIDs handelt und ich dabei immer den gleichen Hinweis auf den Standort der Supportseite (Köln) eintragen kann.

Nichtsdestotrotz ist das ganze auch nur eine Art Zwischenlösung. Das Hauptproblem ist und bleibt die Prozedur auf BookCrossing.com für anonyme Journal-Einträge, die dringendst vereinfacht werden sollte…

Was ist eine BCID?


Was ist eine ISBN?


Jedes Buch, welches Du fürs BC registriert, erhält eine IDentifikationsnummer bis zu 10 Ziffern, welche einmalig ist und das Buch dadurch eindeutig definiert. Sie wird in der Regel wie folgt notiert:

123 – 45678901

Die erste Zahl (hier 123) sollte niemals in Diskussionsforen, Newsgruppen oder Emails gepostet werden – um sicherzustellen, dass niemand einen Journal-Eintrag vornehmen kann, bevor er (oder sie) im Besitz dieses Buches ist.

Die zweite Zahl (hier 45678901) reicht aus um jemanden einen Link zum Buch zur Verfügung zu stellen: http://www.bookcrossing.com/journal/45678901 (natürlich ersetzt Du diese Zahl durch die zweite Zahl der BCID Deines Buches…)

Was passiert mit meinen Büchern, wenn ich diese irgendwo liegenlasse?


oder: Wie kann ich sicher sein, dass sie gefunden werden und Journal-Einträge bekommen?

Nun, die Wahrheit ist, dass wir nie wissen, was mit einem Buch in der Wildnis passieren wird – das ist einfach sein Schicksal. Manchmal wird ein Mensch, der das Lesen liebt, ein Buch finden, das ihn anspricht – c’est la vie. Und manchmal werden Menschen Bücher mitnehmen, aber niemals einen Journal-Eintrag machen – das ist einfach nur frustrierend!

Bei BookCrossing geht es um das Loslassen von Büchern und darum, Dein Buch seinen eigenen Weg finden zu lassen. Alles, was Du tun kannst, ist sichergehen, dass Du Dein Buch gut auf sein Abenteuer vorbereitet hast – gut sichtbare BCID, sichere Etiketten, etwas, das andere auf es aufmerksam macht – und sorgfältige Auswahl der Stelle, an der man es freilässt. Unterm Strich muss man aber sagen, dass eine Menge Bücher gefunden werden, die nie einen Journal-Eintrag bekommen.

Was sind vornummerierte Etiketten? (Pre-Numbered Labels)


Normalerweise hast Du eine Buch in der Hand, welches Du für BookCrossing registrieren willst. Nachdem Du die Daten eingeben hast, bekommst Du vom System eine BCID in der Form: 123-4567890, welches Du dann im und am Buch notierst.

Mit den vornummerierte Etiketten kannst Du ein Satz BCIDs bekommen, bevor das Buch registriert wird. Der Finder eines Buches mit einer solchen BCID muss dann allerdings erst mal die Daten das Buches (Autor, Titel, Kategorie) eingeben, bevor er dann ein Journal schreiben kann.

Diese vornummerierte Etiketten haben Vor- und Nachteile:

  • Die Vorteile:
  • Du kannst egal wo ein Buch zu einem BookCrossing-Buch machen (z.B. im Urlaub)
  • Größere Mengen von Büchern lassen sich damit schnell mit eine BCID versehen
  • In einer Internetfreien Zone kannst Du trotzdem ein Buch mit eine BCID versehen
  • Es kann den Workflow beim Registrieren vereinfachen
  • Bei der Verwaltung einer OBCZ mit mehreren BookCrosser, können vornummerierte Etiketten durchaus eine Hilfe sein

  • Die Nachteile:
  • Der Finder wird zuerst aufgefordert, die Daten des Buches einzugeben – das kann ihn überfordern…
  • Jeder Satz von vornummerierte Etiketten haben den gleichen Präfix – was eventuell zur Falschzuweisung führen kann
  • Ein Buch mit einer vornummerierte BCID wird erst in Deiner Statistik der registrierten Büchern gezählt, wenn ein Finder einen Eintrag gemacht hat.
  • Es gibt in der Regel keine Release-Notiz für solche Bücher

Die Nachteile solcher BCIDs kannst Du damit entgehen, in dem Du dir die Daten des Buches merkst und diese bei nächster Gelegenheit im System nach trägst. Das kannst Du ganz einfach machen, in dem Du einen Journal-Eintrag für eine solche BCID machst – das System wird dich dann auffordern, die Daten des Buches einzugeben.

Diese vornummerierte Etiketten gibt es hier in 10er oder 100er Block, jeweils 10 Etiketten pro Blatt als PDF-Datei. Wenn Du diese BCIDs lieber auf eigenen Etiketten verwenden möchtest, kannst Du diese BCIDs einfach auf Deine Etiketten übertragen. Zudem wird geraten niemals ein 100er Block zu nehmen, sondern lieber 10x den 10er Block – so bekommst Du zumindest 10 verschiedene Präfixe, welches die Gefahr beim vertippen verringert.

Auf die Jagd gehen?


Neben dem Freilassen von Büchern ist einer der Nebeneffekte für aktive BookCrosser das Jagen nach Büchern, die andere freigelassen haben. Auf BookCrossing.com wirst Du in der Rubrik “Bücher und Bücherwürmer” die Unterrubrik “Geh auf die Jagd” finden. Klicke darauf und wähle Dein Land, Deine Region und zuletzt Deine Stadt. Dort werden dann alle Bücher, die immer noch in “Freiheit” sind, gelistet sein, mit Angaben, seit wann sie frei sind und vor allem, wo genau sie freigelassen wurden.

Du findest nicht viele Bücher in der “Geh auf die Jagd”-Seiten für Deine Stadt? Dann liegt es an Dir, aktiv zu werden und Mitglieder aus Deiner Gegend zu rekrutieren, denen der Spaß am BookCrossing nahe gebracht werden kann.

Inzwischen kannst Du, vorausgesetzt Du hast Flügel, auch eine oder mehrere Städte (Anzahl unbegrenzt!) in einer sogenannten “Buchalarm”-Liste eintragen: Du wirst dann sofort per PM benachrichtigt, wenn in einer Deiner Städte, die Du eingetragen hast, ein Buch freigelassen wird.

Was ist der Unterschied zwischen einer Release-Notiz und einem Journal-Eintrag?


Historische Definition:
Ron Hornbaker, der Gründer von BookCrossing.com, definierte es damals so, dass Bücher, die Du jemandem gibst, den du kennst, mit einem Journal-Eintrag versehen werden sollen. Ist der Empfänger unbekannt, machst Du eine Release-Notiz.

Und im Grunde trifft das der Kern der Sache.
Wenn Du ein Buch also in einem Café oder auf einer Parkbank freilässt, ist es ein Buch in der Wildnis, und Du weißt nicht, wer es bekommt – dann machst Du eine Release-Notiz. Dann hat das Buch eins von diesen süßen, kleinen laufendes-Büchlein-Logos und erscheint auf der “Go hunting“- (geh auf die Jagd-) Seite. Andere Mitglieder können und werden sich jetzt auf die Suche nach diesem Buch machen.

Wenn Du Deiner Schwester oder einem Mitarbeiter ein Buch gibst oder wenn Du es einem anderen BookCrosser zusendest, dann trägst Du das in ein Journal-Eintrag ein – denn Du kennst den Empfänger bzw. Du weißt, wo das Buch hinkommt.

Allerdings hat es in der Vergangenheit viele Diskussionen gegeben und letztendlich gibt es inzwischen 2 verschiedene Release-Notizen:

in die Wildnis freilassen
Dieses entspricht das oben beschriebene, wenn der Empfänger nicht bekannt ist.

Weitergabe (Controlled Release)
Diese macht genau wie im ersten Fall eine Release-Notiz, bringt das Buch aber nicht auf der “Geh auf die Jagd”-Seite. Inzwischen gibt es sogar extra Statistiken auf dem Profil für diese Art von Release-Notiz.

Welche Variante Du wie nutzt, liegt letztendlich bei Dir. Bedenke einfach nur, dass für jedes Buch, was auf der “Geh auf die Jagd”-Seite gelangt, eventuell ein BookCrosser umsonst jagen geht, wenn das Buch letztendlich nie dort gelegen hat…

Wo lasse ich Bücher frei?


beachrelease

Überall… außer auf Flughäfen und in Flugzeugen! Wir versuchen, an Orten, wo wir Bücher freilassen, möglichst immer den gesunden Menschenverstand einzusetzen. Anders gesagt, lasse keine Bücher an Stellen frei, wo sie Sicherheitsprobleme verursachen könnten (einige New Yorker Mitglieder haben z.B. damit aufgehört, Bücher in und um U-Bahnen freizulassen), und hinterlasse keine Erwachsenenbücher an Stellen, wo Kinder sie finden könnten. Wir wollen, dass jeder von BookCrossing erfährt und dass auch jeder sich eine gute Meinung von uns bilden kann.

Hithchiker release


Nun wisst Ihr, wo es nicht angebracht ist; reden wir nun also von Orten, wo es sinnvoll wäre: Kneipen, Restaurants, Kioske, diese Plastikkästen, aus denen man Zeitungen kostenlos herausnehmen kann, in Bussen, Krankenhäusern, im Wartezimmer bei Ärzten, eigentlich überall, wo Menschen warten müssen, an oder auf Geldautomaten, beim Straßenverkehrsamt, in Museen, auf Parkbänken, in Sportzentren usw. Es ist aber immer besser, sorgfältig darauf zu achten, dass Du dort, wo Bücher verkauft werden, _keine_ Bücher freilässt… wir wollen schließlich nicht, dass jemand eines unserer Bücher findet und dann des Diebstahls bezichtigt wird.



Anmerkung: Zumindest hat es außer Seattle noch kein Flughafen geschafft, wegen einer BC-Buch-“Bombe” den Flughafen lahmzulegen. *danke GFI für den Link* (ohne link, dass der Beitrag im Forum wegen der Umstellung in 2011 nicht mehr aufzufinden ist).
Hier noch ein weiterer Link vom Airport-Info, Sea-Tec, Wasshington. *danke Manorainjan für den Link*